Vermutlich britisches ISIS-Mitglied benutzte Bitcoin zur Finanzierung der Flucht von Militanten aus syrischen Gefangenenlagern

Ein britischer Staatsbürger, der Berichten zufolge seit über vier Jahren ISIS-Mitglied ist, ist vor einem örtlichen Gericht erschienen, weil er angeblich Geld ins Ausland (über die BTC) geschickt haben soll, um gefangenen ISIS-Kämpfern bei der Flucht aus syrischen Gefangenenlagern zu helfen.

Einem Bericht zufolge sieht sich der 27-jährige Bürger namens Hisham Chaudhary mit sieben Terroranklagen konfrontiert, darunter die Mitgliedschaft in einer verbotenen Organisation und die Beteiligung an einer Finanzierungsvereinbarung.

Darüber hinaus umfasst die Anklage gegen Chaudhary auch die Zusammenstellung und Verbreitung einer terroristischen Publikation mit dem Titel „The Wholesome Fruit In The Virtues And Etiquettes Of Jihad“ im Oktober und November letzten Jahres.

Der Angeklagte hat jedoch während seines Videoauftritts vor dem Westminster Magistrates‘ Court keine Einwände gegen die sieben Anklagepunkte vorgebracht.

Dem Bericht zufolge wird Chaudhary beschuldigt, im Namen der Gruppe bestimmte Aufgaben zu erfüllen, wie das Sammeln von Geldern und den Geldtransfer ins Ausland durch die Verwendung von Bitcoin, das Berichten zufolge ISIS-Militanten die Flucht aus kurdisch kontrollierten Gefangenenlagern in Nordsyrien ermöglicht.

Der Betrag an BTC, den Chaudhary erworben und angeblich an die Militanten geschickt hat, bleibt den Behörden verborgen.

Staatsanwälte behaupteten, dass Chaudhary, der aus Oadby, Leicestershire, stammt, seit Anfang 2016 ein anerkanntes Mitglied der berüchtigten Terrororganisation Islamischer Staat sei. Der Islamische Staat ist nach britischem Recht seit 2014 verboten.

Terroristische Organisationen nutzen Bitcoin immer häufiger zur Finanzierung ihrer Operationen. Tatsächlich hatte das US-Justizministerium (DOJ) im August dieses Jahres über 300 Kryptogeldkonten beschlagnahmt, die mit drei berüchtigten Terrorgruppen verbunden sind oder von ihnen betrieben werden.

US-Strafverfolgungsbehörden verfolgten die Gelder bis zu den Konten auf der Bitcoin-Blockkette und sahen, wie Überweisungen im Wert von Millionen von Dollar aus „Spendenkampagnen“ und anonyme Spenden in den Brieftaschen endeten. Schließlich konnten die US-Behörden über 300 Konten in Kryptowährung, vier Websites und vier Facebook-Seiten beschlagnahmen, die alle mit dem kriminellen Unternehmen in Verbindung standen.